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Frauenseminar Bodensee
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Herzlich Willkommen zu meinen ReflexionenDer Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (B. Russell)
Zuerst umfasste dieser Blog vor allem das Thema Sexualität. Das passte zu meinem im September 2009 erschienen Buch "heissssss - eine Lustreise zur Sexgöttin". In disem geht es um weibliche Sexualität und um die Emanzipation im Bett. Ein Buch von einer Frau für Frauen, die gerne nachdenken: über sich, über Sex, über Männer und Macht.
Und wie das so ist mit Büchern, zentrale Gedanken zum Thema kommen auch nach Lektoratsabschluss. Diese können Sie hier nachlesen.
Und wie das so ist im Leben, zentrale Gedanken kommen auch zu allen möglichen Themen des Lebens. Voilà! Hier sind einige davon.
Viel Spass beim Lesen, kritischen Hinterfragen und Bilden der eigenen Meinung, denn
Selber Denken macht satt (Francis M. de Picabia) erstellt am: 26.01.2012, 10:28 Uhr ich renne, du rennst, er rennt…..Ich gebe es zu, manchmal gehe ich joggen. Ich werfe mir irgendwelche Kleider über, ganz im Gegenteil zu meinen sonstigen sportlichen Betätigungen wie Krafttraining oder gar Zumba, wo ich die Sportkleider bedächtig auswähle, die Farben sinnvoll kombiniere und manchmal auch mit einem kleinen Accessoire verschönere. Nicht beim Joggen, einfach etwas Bequemes und die superguten Rennschuhe und dann hinaus in das Gelände. Seit ich diesen Text (siehe unten) von Kieser gelesen habe, sind mir auch meine Motive bekannt: Nr. 1 und Nr. 3. Und hey, auch wenn mich nach diesem Text die Realität eingeholt hat, so passiert es mir einfach dennoch, und zwar total unbegründet, dass nach einer Runde draussen an der frischen Luft und im herrlichen Sonnenschein und angenehm durchgeschwitzt meine Laune wieder hervorragend ist und ich aktiviert und motiviert mein Tagesgeschäft angehe.
"Wozu rennen die Leute? 23/12 2011 Autor: Werner Kieser Auf meinem täglichen Waldgang mit meinem Hund begegne ich stets seltsam angezogenen Menschen, die mit rätselhaftem Motiv und unbekanntem Ziel durch den Wald rennen. Diese Läufer – neudeutsch „Jogger“ – befinden sich jeweils in einem von zwei Zuständen: dem Verkrampften oder dem Seeligen. Jene in der verkrampften Phase traben mit verbissenem Gesichtsausdruck grußlos an einem vorüber. Sie durchleiden gerade die Phase zwischen aerober und anaerober Energiegewinnung. Völlig anders jene, die bereits das Stadium des Endorphinrausches erreicht haben. Diese schweben mit entrücktem Lächeln und erweiterten Pupillen durch den Wald. Ein Zustand, in dem alle Probleme gelöst erscheinen und einem nichts mehr weh tut. Dieser Zustand scheint auch nicht durch rege Verstandestätigkeit getrübt, denn dann würde niemand den Berg hinunter rennen. Warum?! Weil solche Schläge mit dem Mehrfachen des Körpergewichts mehr als eine Zumutung für die Gelenke und die Wirbelsäule sind. Mein Hund und ich fragen uns: Wozu rennen diese Leute? Meine private Feldforschung offenbart drei Motive. Häufigstes Motiv, insbesondere von Läuferinnen: Abnehmen! Zweithäufigstes Motiv, meist von Männern über 40: dem Herzinfarkt davonrennen! Drittes Motiv: die sportliche Leistungsfähigkeit verbessern. Das erste Motiv, laufen um abzunehmen, ist absurd. Das zweite, die Infarktphobie, ist hysterisch und das Dritte schließlich ist ein Glaubensbekenntnis jenseits der Rationalität und damit weder argumentativ angreifbar noch begründbar. Wer läuft, um abzunehmen, verliert eben nicht nur Fett, sondern vor allem Muskelmasse, genauer, weiße Muskelfasern. Denn diese sogenannten „schnellen“ Fasern sind für lang dauernde körperliche Aktivitäten nicht notwendig und werden deshalb dem Energiestoffwechsel zugeführt. Mit dem Muskelmasseverlust wird das mit dem Abnehmen anvisierte Ziel einer attraktiveren Figur in grotesker Weise verfehlt. Von 10 Kilo Gewichtsverlust sind etwa 7 Kilo Muskelmasse. So sieht man am Ende schlechter aus als zuvor. Das Motiv der Infarktprophylaxe ist eine Hybris. Zur Senkung des Infarktrisikos muss man nicht rennen; gehen reicht. Wie in meinem Blog vom 11.11.2011 („Ausdauer versus Kraft“) beschrieben, ist der Aufwand für einen gesundheitsfördernden Effekt gering. Täglich rasches Gehen (nicht Laufen) über die Gesamtdauer einer halben Stunde reicht. Dies muss nicht auf einmal, sondern kann auch in Teilabschnitten erfolgen. Dazu benötigt man weder ein Fitnessstudio noch teure Geräte; und verkleiden muss man sich auch nicht. Zum dritten Motiv, dem Training des Kreislaufs im Hinblick auf extreme Ausdauerleistung, gibt es wenig anzufügen. Sport ist nicht automatisch „gesund“, macht aber vielen Spaß und Freude. Wer den Körper extremen sportlichen Belastungen aussetzt, tut dies freiwillig und hoffentlich eingedenk des Preises. Die Jogger von heute erinnern an die Flagellanten des Mittelalters, eine Bewegung von christlichen Eiferern, die sich von ihren Sünden zu reinigen glaubten, indem sie sich selbst öffentlich peitschten. Wir Menschen sind nun einmal keine Lauftiere. Unser Fuß ist mit seinen 26 Knochen primär ein Greiforgan. Ganz anders beim Pferd; dort sind es gerade mal drei gut gepolsterte Knorpel – also nicht einmal Knochen. Darum ist das Pferd eben ein Lauf- oder Fluchttier. Halten wir uns doch an die Vorgaben der Natur: Lassen wir also die Pferde laufen und bleiben wir Menschen beim zügigen Gehen. Die Gelenke werden es uns danken! Ihr Werner Kieser" erstellt am: 20.01.2012, 08:09 Uhr Voll krass MannEinladung zum Elternabend. Nichts besonderes oder doch? OBLIGATORISCH steht da. Abmeldung bei Verhinderung schriftlich. Und bei unentschuldigtem Fernbleiben gäbe es gemäss Volksschulgesetz eine Busse von CHF 5000.-. Da habe ich erstmal leer geschluckt. Mit solchen Drohungen kam noch nie eine Einladung zum Elternabend daher. Die Kids auf dem Pausenplatz würden dazu wohl sagen: „Hey, voll krass, Mann.“ Als ich aber dann nochmals nachlas, warum wir Eltern vorgeladen würden, strahlte ich. Es wird ein Elternabend über „Games, Chats & Communities“. Wunderbar! Endlich! Fantastisch jubelt mein Inneres.
Ich erhoffe mir sehr, dass den Eltern die Augen geöffnet werden zum Thema: virtuelle Welt und deren Gefahren (Missbrauch, Gewohnheiten der Kinder).
Als ich vor einigen Wochen im Radiostudio eingeladen war, als Repräsentantin der feministischen Seite und als Gegnerin von Pornografie, habe ich einmal mehr Nachforschungen betrieben; die Fakten sind erschütternd: In der Klasse meiner Tochter soll gemäss Studie schon JEDER Junge einen Porno konsumiert haben.
Ich habe versucht, mit anderen Eltern darüber zu sprechen. Noch richtig warm gelaufen von dem Wortgefecht, welches ich mit dem Pornostar und Pornoproduzent Michael Ryan (Hier fickt der Chef) in der Sendung hatte, habe ich schnell gemerkt, dass meine Fakten unerwünscht sind. Das Thema ist tabu und dann speziell heikel, wenn der Papa der Jungs auch konsumiert. Das ist in den meisten Fällen gegeben. JEDER Junge hat im Durchschnitt mit elf einen Porno in die noch kindlichen Hirnwindungen eingesogen, hat sich seine mögliche Fantasie über Liebe, Sex und Leidenschaft mit idiotischen stereotypen Hoppelnummern versaut, hat bereits das Gewaltpotenzial gegen Frauen gespeichert und hat eine Möglichkeit des schnellen, unkomplizierten Sexkonsums entdeckt, der süchtig macht, die Empathie gegenüber Mitmenschen reduziert und das Aggressionspotenzial erhöht (alles gemäss Fakten und Untersuchungen)! Bei solchen Tatsachen ist doch eines klar, wenn JEDER Junge dazu onaniert, dann werden wohl Männer (ALLE) das gleiche tun. Gut, also Väter gestrichen als Ansprechpartner. Das sah ich schnell ein. Aber was ist mit den Müttern?
Wegschauen, pikiert abwinken, bagatellisieren. Und wenn ich sage, da will ich was dagegen unternehmen, zumindest für die Jugendlichen einen schwierigeren Zugang zu dem frauenfeindlichen Digitalheroin erwirken, dann kommt meist der extrem aufbauende und aufmunternde Satz: „Das ist eben so, da kann man(n) nichts dagegen tun.“
Also null Unterstützung. Ich habe mich ziemlich allein gefühlt! Habe mir schon erste Notizen zusammengestellt, wie ich vorgehen könnte. Woher ich KooperationspartnerInnen bekomme und in vielen Diskussionen bin ich immer wieder zum wichtigsten Punkt gekommen: Der Anfang liegt bei der Aufklärung der Eltern. Die müssen wissen, was hinter der Gardine abläuft. Die müssen wissen, was der Kauf eines i-phones bewirken könnte, warum Handykosten auf einmal in die Höhe schnellen und der Sohnemann es sich nicht erklären kann. Tipp: wahrscheinlich hat er in der Hitze eines Hormonanfalles beim Herunterladen von irgendwelchen Pornos ganz schnell JA geklickt, damit das Ganze weiterläuft und sein Manualbetrieb keinen Unterbruch erleidet und dabei zugestimmt, dass er jetzt ein Monatsabo gekauft hat, welches im XY neue free Pornos zugesteht.* Eltern sollten mit ihren Kindern über das alles reden. Den Mädchen erklären, dass sie sich nicht halbnackt auf Social Network Plattformen abzulichten brauchen, um einen Boyfriend zu ergattern, dass das Versenden von Nacktfotos mit ihrem Kopf drauf gefährliche Folgen haben kann, dass sie auch vor Webcams nicht strippen müssen, um in zu sein etc.
Und in die Zeit meiner einsamen Versuche, Konzepte für Elternaufklärung zu erstellen, kommt diese Einladung! Nun werde ich gespannt da hingehen und mir deren Ideen anhören, werde in den Pausen mit Väter über Pornos diskutieren und mit Mütter über Chatforen und wahrscheinlich lernen wir Digitalanfänger noch einiges dazu. Und das schönste ist: es kommen ALLE. Das ist doch einfach voll krass, Mann!
*Heisser Tipp einer betroffenen Mutter, die dazu verschiedene Telefonate geführt hatte: bei minderjährigen Kindern werden solche Rechnungen wieder storniert, da minderjährige nicht verkaufsvertragsfähig sind. erstellt am: 09.01.2012, 14:54 Uhr Pleasure - Bekenntnisse einer sexuellen Frau
Nein danke, eine Mistress möchte ich nicht sein. Vor diesem Buch verschwendete ich keinen Gedanken an Domina Gelüste. Die Sado-Maso Szene meide ich auf jedem Level und ich mag nicht quälen, und schon gar nicht gequält werden, bin ein absoluter Fan von Comfort und Bequemlichkeit, von Wohlergehen von der Seele bis zu den Zehenspitzen. Umso befremdlicher waren die ersten Seiten des Buches PLEASURE von Maggie Tapert.
Vor gut zwei Jahren war ich auf einem Podiumsgespräch von MY WAY. Ich hatte gerade mein Buch „heissssss“ veröffentlicht und war deshalb ziemlich im Thema drin, weibliche Sexualität mein Lieblingsgesprächsstoff. Es ging an dem Abend um spannende Lebensgeschichten, ich wunderte mich noch, warum ich auf dem Podium sass, aber irgendwie und irgendwann konnte ich dann doch den Mund nicht halten und sprach über Lust und Erotik und Freude am Sex. Nach dem Gespräch kam eine überaus attraktive Frau auf mich zu, wohl älter, aber doch jung, dynamisch, strahlend, geschmackvoll gekleidet und voller Energie und spannender Ausstrahlung. Sie redete mit mir über Sex und gab mir ihre Karte. Das war meine erste Begegnung mit Maggie.
Wir trafen uns einige Monate später, nach einigen Mails hin und her in einem Starbucks in Zürich. Ich bat sie, den Super Vibrator, den sie auf ihrer Webseite anpries, mitzunehmen. Ich kam gerade von einem Vortrag über Sex und Sinnlichkeit vor einem reinen Männerpublikum, Handballer Business Lunch, habe den ansteigenden Testosteronspiegel genossen und war äusserst gut gelaunt. Wir hatten über Caramel Macchiato und Thai Latte ein lustiges Gespräch und sie demonstrierte ihren Vibrator in mitten von Leuten. Maggie schockt gerne. Maggie ist nicht soft und langsam und vorsichtig, sie hat ihre Ideale, sie ist eine Kämpferin, sie setzt sich für Frauen ein und deren Lust und ihre eigene darf auch nicht zu kurz kommen. Bravo.
Und genau so schreibt sie. Keine Rücksicht auf Schweizer Prüderie und Wortwahlprobleme. Sie erzählt haarscharf und bildreich Domina Gelüste, ihren Kampf um das Orgasmus Mobil, den flotten Dreier auf einer Fetisch Party, ihre Arbeit mit Frauen und ihre Rolle in einem Queer Porno. Sie liebt es Lust zu haben und zu ficken! Und das schreibt sie genau so.
Und zwischendurch, zwischen Ejakulation durch „Fisting“ und Analpenetration, kommt ein Kapitel über die feine, verletzliche Frau, die krank wurde. Ihr Weg zur Heilung, ihr Weg zur Schönheitsoperation und zur Botox Spritze, ihr Weg als kleines Mädchen zur verlassenen Ehefrau, zur Frau mit vielen Liebhabern und als krönender Abschluss: ihre Definition von Liebe.
Kein Buch für Weicheier. Kein Buch für Blümchen-Sex-Fans. Kein Buch für monogam Verliebte. Ein Buch, dass grenzenlos offen ist, dass gnadenlos ehrlich ist, dass kein Blatt vor den Mund nimmt, dass Härte und Weiche aufzeigt und nachdenklich macht. Ein Buch, dass Pleasure in neuem Licht zeigt und falls nicht die Geschlechtsteile erregt , dann ganz bestimmt die Hirnzellen angeregt, ins ungewohnte Denkland weiterzuwandern.
erstellt am: 22.12.2011, 16:30 Uhr Winter-Dunkel-Zeit mehr... erstellt am: 19.11.2011, 09:18 Uhr Miss-Schweiz-Wahlen 2011 - ein Mailverkehr mehr... erstellt am: 28.09.2011, 10:07 Uhr Die angeklebten Hoden mehr... erstellt am: 19.09.2011, 08:17 Uhr Hochzeitshintergründe mehr... erstellt am: 03.09.2011, 08:58 Uhr Der Schäfer mehr... erstellt am: 24.08.2011, 21:37 Uhr Alles eine Sache des Hirns mehr... erstellt am: 30.07.2011, 17:14 Uhr Sausewind mehr... erstellt am: 20.07.2011, 22:45 Uhr Strumpfhosen und Strings mehr... erstellt am: 09.07.2011, 22:49 Uhr Carmen mehr... erstellt am: 28.06.2011, 15:04 Uhr Schweiss und Freude mehr... erstellt am: 25.06.2011, 21:56 Uhr let's win mehr... erstellt am: 24.06.2011, 22:40 Uhr Innere Ruhe mehr... erstellt am: 23.06.2011, 22:50 Uhr Noch drei Mal schlafen mehr... erstellt am: 22.06.2011, 22:54 Uhr Zumba Party mehr... erstellt am: 09.06.2011, 23:04 Uhr Arschgeweih mehr... erstellt am: 01.06.2011, 21:23 Uhr Haariges mehr... erstellt am: 22.05.2011, 22:08 Uhr Zirkus Knie - Sparmodus? 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