FSB-Frauen und ihre Erfolgsgeschichten

Für viele begann es damit, dass sie irgendwann einmal das Gefühl hatten: "Das kann doch nicht alles gewesen sein." Da war doch ein Wunsch nach Veränderung, nach Weiterentwicklung. Aber oft konnte die Richtung noch nicht genau beschrieben werden. Mit dem Eintritt in das Frauenseminar Bodensee änderte sich vieles. Es war zwar noch nicht ganz klar, wohin die Reise gehen soll, aber mit der Zeit kristallisierte sich das Ziel immer klarer heraus.

Hier werden laufend Berichte von Frauen veröffentlicht, die irgendwann den Entschluss gefasst haben, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Benita Batliner, dipl. Biografie-Schreibpädagogin, dipl. psychologische Beraterin FSB

Benita Batliner, dipl. Biografie-Schreibpädagogin, dipl. psychologische Beraterin FSB

Was hat dich dazu bewegt, am Lehrgang Biografie-Schreibpädagoginteilzunehmen?

Ich habe vorher schon gerne geschrieben und auch schon an anderen  Kursen über Kreatives Schreiben teilgenommen. Damals entstand der Wunsch in mir, selbst solche Kurse geben zu können. Kurz darauf bot uns Julia ihren neuen Lehrgang zur Schreibpädagogin an, was für mich wie die Antwort auf meinen stillen Wunsch war.

Weiterlesen

Welche Themen haben dich besonders angesprochen?

Wenn es ums Schreiben und Sprache geht, beginnt es in mir zu leuchten und zu lachen und zu sprudeln. Die Begeisterung an der Schönheit und Magie der Sprache, mit der Julia und die anderen Dozentinnen unsere eigene Freude gefüttert haben, sie mit den anderen Kolleginnen zu teilen und sie als Netz zu spüren, das uns verbindet, war das Tragende. Was mich auch fasziniert hat und es immer noch vermag, ist, welche befreiende Kraft das Schreiben hat. Was mir sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, war die Textüberarbeitung eines meiner Gedichte. Mit nur wenig Streichungen und kleinen Änderungen wurde daraus eine runde Sache. An Texten zu feilen, bis sie glänzen, finde ich äusserst spannend.

Gab es während der Ausbildung spezielle Highlights?

Für mich war die ganze Ausbildung ein Highlight. Es hat riesig Spass gemacht.

Konntest du Gelerntes auch privat umsetzen?

Ja, es hat mich auf jeden Fall motiviert, mehr zu schreiben, und das habe ich auch getan. Mit den vielen Tipps und Methoden, die ich gelernt habe, finde ich immer einen Weg ins Schreiben. Es hat mir auch bestätigt, dass Schreiben einfach zu meinem Leben gehören muss.

Du hast sowohl den Lehrgang Biografie-Schreibpädagogin als auch psychologische Beraterin erfolgreich abgeschlossen. Wie kannst du das alles beruflich umsetzen?

Ich biete meine Schreibkurse in verschiedenen Erwachsenenbildungszentren an. Aber auch in meiner Praxis führe ich Kurse durch, die ich über meine Website anbiete. Zudem gibt es auf meiner Website auch einen Blog, den ich regelmässig bediene. Im November veranstaltet eine Buchhandlung ein Erzählcafé und hat mir die Leitung übertragen, was mich besonders freut. Die Ausbildung zur psychologischen Beraterin kommt mir immer dann zugute, wenn ich Kurteilnehmerinnen auch in persönlichen Themen beratend begleiten kann.

Wem würdest du diesen Lehrgang ebenfalls empfehlen?

Allen, die gerne schreiben (lernen) möchten,  die sich mit der Schönheit der deutschen Sprache befassen möchten, ob sie dann Kurse geben wollen oder nicht. Das sollte nicht die Hauptmotivation sein, zumindest nicht, um davon zu leben. Aber Schreibkurse zu geben ist auf jeden Fall ein Hobby, das viel Freude bereiten kann.

Was schreibst du gerade?

Ab und zu ein Gedicht, Tagebuch in Intervallen, einen Blog über die Liebe auf meiner Website, und ich habe gerade mit dem dritten Teil meiner Fantasy-Trilogie angefangen. Der zweite Teil ist bereits fertig und döst noch ein bisschen vor sich hin, bis er noch einmal geschliffen wird. Den ersten Teil mit dem Titel „Der lange Weg nach Orbadoc“ habe ich gerade mit dem Self-Publishing Verlag Books on Demand veröffentlicht und mir damit einen Lebenstraum erfüllt. Obwohl ich schreibe und mit Wörtern jongliere, fehlen sie mir, um zu beschreiben, wie es sich anfühlt, das erste eigene Buch in den Händen zu halten.

Für mich persönlich war der Lehrgang eine grosse Bereicherung, der mich nicht nur tiefer in die Geheimnisse und Freuden des Schreibens geführt hat, sondern mich auch mit Freundschaften beschenkt hat. Danke Julia, dass Du diese Türe damals geöffnet hast.

Über einen Besuch auf meine Website freue ich mich:
www.benitabatliner.com

Maria Hess, FSB-Absolventin eidg. dipl. Psychosoziale Beraterin

Maria Hess, FSB-Absolventin eidg. dipl. Psychosoziale Beraterin

Was hat dich dazu bewogen, das eidgenössische Diplom erlangen zu wollen?
Ich wollte persönlich weiter kommen. Mich persönlich herausfordern, um noch kompetenter Menschen beratend zu begleiten. Auf das Diplom der psychologischen Beraterin ist das eidgenössische Diplom die Krönung. Es rundet meine Beratertätigkeit ab.

Weiterlesen

Wie kannst du das in deiner Tätigkeit umsetzen?
Die eidgenössische Prüfung gibt mir noch mehr Sicherheit. Es gibt mir neuen Schwung und Elan, auf die Leute zuzugehen, mein Angebot bekannt zu machen. Wenn ich mit öffentlichen Institutionen zusammenarbeite, kann ich mich noch besser und sicherer anbieten. Ein eidgenössisches Diplom hat einfach noch mehr Gewicht.

Was möchtest du sonst noch dazu sagen?
Die einzelnen Schritte in der Vorbereitung haben mir sehr gut getan. Nochmals meinen Berateransatz der klientzentrierten Beratung zu vertiefen. Auch das Vernetzen mit der SGfB bringt viele Vorteile. Durch die Mitgliedschaft habe ich einen gut funktionierenden Verband im Rücken. Ich konnte viele neue Kontakte knüpfen mit Fach-Frauen und -Männern, es entsteht ein unterstützendes Miteinander. Ich habe viel dazugewonnen und kann es nur weiterempfehlen.

www.mariahess.ch

Elisabeth Büchel Neuhold, Kursteilnehmerin "Schreib dein Buch"

Elisabeth Büchel Neuhold, Kursteilnehmerin "Schreib dein Buch"

Wie ist es dazu gekommen, dass Du den Kurs „Buch schreiben“ besucht hast?

Ein Buch schreiben? Oh ja, das wollte ich, seit ich die ersten Buchstaben in das braune Steinschriftheft gekritzelt habe, ein Wunsch aus Kindheitstagen, eine Vision aus Studententagen und eine vergrabene Sehnsucht aus Mutterjahren. Zugeschüttet mit Zweifeln und Ausreden, mit Alltagspflichten und Beruf. Zum Schreiben braucht es ausserordentlich viel Disziplin, unendlich Zeit, ein ruhiges  Schreibzimmer,  Inspiration, Sachwissen und ja – natürlich Talent. Dies Alles, so dachte ich, könnte ich ebenso wenig aufbringen wie Grazie und Beweglichkeit, um Balletttänzerin zu werden. Mit den Jahren nahm die Gewissheit in mir die Gestalt an, dass ein Buch schreiben inetwa so ein unrealistischer, ja unverschämter Wunsch an das Leben sei wie nach einem Stern am Himmelszelt zu greifen.

Weiterlesen

Aber irgendwann hast Du Dich entschlossen, nach den Sternen zu greifen?
Schreib dein Buch! Diese verheissungsvolle Aufforderung in der Ausschreibung zum Jahreskurs hat mich dennoch sofort und ganz persönlich angesprochen. Sie hat mich nicht in Ruhe gelassen, und es fühlte sich an wie das Angebot eines Blasebalgs angesichts eines nurmehr glimmenden Feuers.  Nach langem Zögern zog ich die Möglichkeit eines auflodernden Flämmchens in Erwägung. Und wenn nicht, dann kann ich das Thema wenigstens abhaken. Also habe mich angemeldet. Und ich habe den Kurs besucht.

Und wie ging es dann weiter?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Sie finden meinen Namen nicht auf den Bestsellerlisten. Auch nicht auf buch.ch oder unter spezialisierten Kleinverlagen. Ich habe kein Buch geschrieben. Ich bin noch nicht einmal so weit gekommen, dass ich nach einem Verlag Ausschau halten müsste.

Und was hast Du gelernt?
Wenn sich eines bestätigt hat während diesem Jahr, dann die Gewissheit, dass schreiben ein enormer Kraft- und Zeitaufwand ist. Was ich neu erfahren durfte: Dieser Aufwand kann sehr lustvoll, erheiternd und befriedigend sein.
Ja, schreiben braucht Disziplin, Sachwissen, Zeit, Inspiration, Talent und Entschlossenheit. Es braucht aber noch etwas: Den Mut, mit seinen Texten vor Leute zu treten, die Fähigkeit, Kritik aber auch Lob entgegen zu nehmen und die Bereitschaft, daraus zu lernen. Dies kann man sich nur erwerben, wenn man Menschen trifft, die einem ein ehrliches Feedback geben und die einem ermuntern, dranzubleiben. Genau dies habe ich in Romanshorn bekommen!
Ich habe gelernt, den Blasebalg selber in die Hand zu nehmen, um das Feuer neu zu entfachen, und ich habe gelernt, dass man keine Sterne greifen kann, wenn man nicht bereit ist, die Hand auszustrecken.

Was hast Du denn überhaupt geschrieben?
Ich bin mit der Idee eines historischen Romans an das Seminar gegangen und mit zwei Preisen beim Kurzgeschichtenwettbewerb und einigen veröffentlichen Kolumnen in der Zeitschrift Generation Superior* nach Hause gekommen. Nach Hause heisst, ich weiss jetzt ungefähr, wo es mit meiner Schreiberei langgeht, wo ich mich wohlfühle, ja, wo ich daheim bin.

*www.generationen-unterwegs.ch

Ruth Baumann, FSB-Absolventin eidg. dipl. Psychosoziale Beraterin

Ruth Baumann, FSB-Absolventin eidg. dipl. Psychosoziale Beraterin

Ruth Baumann, weshalb wolltest du das eidg. Diplom erlangen?
Schlussendlich wollte ich den eidg. Diplomabschluss um einen anerkannten Abschluss für meine Beraterinnentätigkeit zu erlangen.

Weiterlesen

Wie hoch waren die Hürden, die du zu überwinden hattest?
Die grösste Hürde für mich war, mein Portfolio zusammenzustellen. Aber es war auch eine wertvolle Arbeit, aus der ersichtlich wurde, was ich in all den Jahren alles erarbeitet habe.

Nützt dir das eidg. Diplom psychosoziale Beraterin für deine Beratungstätigkeit?
Durch das eidg. Diplom fühle ich mich sicherer, um meine Beratungen auch in Institutionen anzubieten. Da ich auch Coach und Supervisorin BSO bin, werde ich mich zusätzlich als Lehrsupervisorin in den Ausbildungsstätten für angehende psychosoziale Beraterinnen anbieten.

Was bietest du in deiner Praxis an?
In meiner Praxis biete ich Coaching, Superrevision, psychosoziale Beratungen und diverse Weiterbildungen an.

Wem würdest du diesen Abschluss empfehlen?
Ich empfehle allen den eidg. Abschluss, die hauptberuflich in der Beraterinnentätigkeit arbeiten wollen. Ich denke, der Zeitgeist erfordert immer häufiger einen anerkannten eidg. Abschluss.

www.loesungs-art.ch

 
EDUQUA zertifiziert

Kontakt

Frauenseminar Bodensee
Im Bahnhof
CH-8590 Romanshorn
Tel. +41 71 411 04 04

Schreiben Sie uns eine E-Mail

 
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen